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Gommansche Mühle

In der Ortsmitte von Sonsbeck erhebt sich die sogenannte Gomman’sche Mühle. Es handelt sich hier um eine Turmwindmühle vom Typ Bovenkruyver. Die erste Inbetriebnahme erfolgte wahrscheinlich ab 1840. Nachdem die Mühle erhebliche Kriegsschäden erlitten hatte wurden diese 1960 beseitigt und Kappe, Umgang und Flügel wurden ab 1984 erneuert. Im Jahre 1935 mussten die Flügel abgenommen wurden, da diese zu gefährlich wurden.

Nach einer großen Kraftanstrengung wurde dann 1983/84 die Mühle vom einzigen Mühlenbauer des Niederrheines Johannes Voßdellen wieder Instand gesetzt. Eines der traurigsten Erlebnisse war im April 1995, als ein Mühlenflügel im Sturm abbrach und die restlichen Mühlenflügel abgenommen werden mussten. Später stellte sich heraus, dass die gesamte 1984 erneuerte Holzkonstruktion morsch war. 1997 wurde die Mühle dann in einer gemeinsamen Kraftanstrengung des Vereins für Denkmalpflege der Gemeinde Sonsbeck und des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege erneut Instand gesetzt.

Seit Beginn der 1990-er Jahre des letzten Jahrhunderts bietet der Verein für Denkmalpflege in der Mühle eine Dauerausstellung niederrheinischer und speziell Sonsbecker Keramik an, um an Sonsbeck als den bedeutesten Töpferort des Niederrheins zu erinnern. Immerhin bestand nachweisbar in Sonsbeck seit 1514 das Töpferhandwerk.
Außerdem wird die Mühle heute als Trauzimmer der Gemeinde und für kleinere Konzerte, Autorenlesungen und Ausstellungen genutzt.