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Der geologische Wanderweg Sonsbeck

Aus der weiten, offenen niederrheinischen Flusslandschaft erhebt sich zwischen Krefeld und Nijmegen eine flache Hügelkette, die als Niederrheinischer Höhenzug bezeichnet wird. Der Höhenzug verdankt seine Entstehung dem vorrückenden Inlandeis vor rund 250 000 Jahren (Saale-Kaltzeit). Ein Teilstück dieses Höhenzuges ist die „Sonsbecker Schweiz“. Der Dürsberg, mit seinem 86 m über dem Meeresspiegel, zählt zu den höchsten Erhebungen des niederrheinischen Höhenrückens.

GeoWanderweg Tafel 1

Wie dieser Höhenzug entstand, woher die ihn aufbauenden Erdschichten stammen und welche geologischen Schichten im tieferen Untergrund verborgen sind, will der ca. 1,5 km lange geologische Wanderweg zum ehemaligen und neu entstehenden Aussichtsturm des Dürsbergs an sechs Stationen mit gut verständlichen Schautafeln, Bohrprofilen und typischen Gesteinen aufzeigen. Findlinge aus nordischem Granit, die von den eiszeitlichen Gletschern aus Skandinavien an den Niederrhein transportiert wurden, Pflasterflächen und Rheinkiesel – auch dieser Fluss hat die hiesige Landschaft entscheidend geprägt – ergänzen die bildlichen Erklärungen.

Die Idee in Sonsbeck einen geologischen Wanderweg anzulegen, stammt von Wolfgang Dassel (†), der als Ingenieur beim Geologischen Landesamt in NRW tätig war und den Lehrpfad im Jahr 1984 in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Verkehrsverein Sonsbeck realisierte. „Erklären ohne zu langweilen“ war sein Motto. Im Laufe der Jahre konnte Wolfgang Dassel viele Besucher durch seine Führungen und Erzählungen für den Geologischen Wanderweg begeistern und so viel es ihm auch nicht schwer 2005 den Heimat- und Verkehrsverein Sonsbeck für eine Neuanlage des Geologischen Wanderweges, dieser war etwas mitgenommen und in die Jahre gekommen, zu gewinnen. Maßgeblich beteiligt an der Entstehung der Tafeln für den GeoWanderweg waren, neben Wolfgang Dassel, Mitarbeiter vom Geologischen Dienst NRW in Krefeld.

Seit mehreren Jahren organisiert der Verein für Denkmalpflege Sonsbeck e.V. Führungen für interessierte Besucher. Gerne auch für Schulklassen, Vereine und an Geologie interessierte Gruppen. Diese Führung dauert ca. 2 Stunden.

Wanderroute GeoWanderweg mit Findlingsweg:

Bögelscher Weg

Der GeoWanderweg Sonsbeck beginnt Nahe dem Römerturm am Dassendaler Weg. Wir gehen den Berg an und schon bald finden wir die erste Tafel am Anfang des Bögelschen Weges (s.o.) auf der linken Seite. Weiter führt uns der Weg zu eine Säule in der die Bodenschichten unterhalb Sonsbecks dargestellt sind. Dort finden wir auch die zweite Tafel. Eine Anzahl rustikaler Ruhebänke und Tische laden den Besucher zum Verweilen ein und gestatten ihm einen Blick auf die landschaftliche Schönheit der Sonsbecker Schweiz. Etwas weiter bergan finden wir die dritte, vierte und fünfte Tafel auf dem Bögelschen Weg. Nur ca. 200 m nach der fünften Tafel biegen wir nach rechts in den Prastenweg ein. Dort entsteht gerade der neue Aussichtsturm. Hier finden wir die sechste Tafel. Von oben ergibt sich ein schöner Ausblick auf das niederrheinische Tiefland und dem bogenförmigen Höhenrücken, der den Endstand einer Gletscherzunge markiert.

Unterer Übergang zum Findlingsweg

Für den Rückweg in Richtung Sonsbeck, empfiehlt sich der Bögelsche Weg bis zum rechter Hand neu entstandenen Wanderweg (wenige Meter vor der Station 2), der den GeoWanderweg mit dem neu angelegten Findlingsweg zwischen dem Dassendaler Weg und der Landdrostchen Huf verbindet.

Gneise auf dem Findlingsweg

Auf dem Findlingsweg entdecken wir an 11 Stationen 13 verschiedene Arten von Findlingen, die durch den Eisgletscher hier abgelegt oder mit dem Eis auf dem Rhein am Niederrhein gelandet sind.

Vom Findlingsweg geht es geradewegs über die Turmstraße, links in den Dassendaler Weg bis zum Römerturm, wo unser Rundwanderweg endet.

Römerturm – Bögelscher Weg – Prastenweg mit Aussichtsturm am Dürsberg – Bögelscher Weg – Neuer Wanderweg – Dassendaler Weg – Findlingsweg – Landdrostsche Huf – Turmstraße – Römerturm

Rundweg: ca. 4 km, leichte Steigung von ca. 32 m über dem Meeresspiegel am Römerturm, bis auf ca. 86 m über dem Meeresspiegel auf dem Dürsberg.