Erfolgreiche Postkartenausstellung 2019

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Erfolgreiche Postkartenausstellung

Schon der erste Tag der Postkartenausstellung aus der Sammlung von Thomas und Christiane Grütters war sehr erfolgreich. Während des Mühlenfrühstücks des Sonsbecker Heimat- und Verkehrsvereins, am Christi Himmelfahrtstag, besuchten viele Interessierte die diesjährige  Ausstellung in der Gommanschen Mühle. Es gab Erstaunen darüber, dass es allein in Sonsbeck im Bereich der Hochstraße 11 gastronomische Betriebe gegeben hat, wenn man das Bauernhaus mitzählt, das ja als Flurbezeichnung Labbeck trägt und somit in Labbeck liegt, waren es sogar 12 Gaststätten. 

Thomas Grütters hatte bei der Vorbereitung einen schönen Sachverhalt erhalten, der besagte, dass der Sonsbecker Bürgermeister Kahl in einem Bericht an den Landrat beklagte, dass der es für ausreichend hielt, dass es bei 1.700 Bürgern in Sonsbeck 11 Gaststätten gab, wobei Sonsbeck doch 2.000 Einwohner zähle und da eine weiterer Ausschank nicht schädlich sei. Das war 1940. 

Heute gibt es in Sonsbeck von den alten Gaststätten und Kneipen nur noch eine, es sind  dann zwar Pizzerien und Döner – Betriebe dazu gekommen und zum Glück eine neue Gaststätte, aber das ist kein Vergleich zu der Zeit im 20. Jahrhundert. „Und Gaststätten waren ja nicht nur Orte, in denen man dem Alkohol frönte,“ so Heinz-Peter Kamps, Vorsitzender des Vereins für Denkmalpflege, „sondern vor allem auch Orte, an denen man mit seinen Mitbürgern kommunizierte. Denn die Wirte oder auch Wirtinnen waren In der Regel auch immer bestens informiert über das Geschehen am Ort.“ Und manche wichtige Entscheidung im Ort soll vorher an einer Theke besprochen oder gar entschieden worden sein, gehen Gerüchte. Auf jeden Fall war die Dorfkneipe eine Ort der Begegnung, den es so heute, kann man sagen, leider nicht mehr gibt.

Und diese Form der „Kneipenkultur“ kann am Pfingstmontag, 10. Juni 2019 am Deutschen Mühlentag und dann am Tag des Brunnenmarktes, 16. Juni 2019 jeweils in der Zeit von 11:00 – 17:00 Uhr in der Gommanschen Mühle besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Postkartenausstellung 2019

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Wo Papa in die Kneipe ging

Alte Postkarten geben Einblick in Sonsbecks Kneipenkultur

Bereits zum fünften Mal lädt der Verein für Denkmalpflege zu einer Postkartenausstellung ein. Am kommenden Donnerstag, 30.05.2019, können sich die Besucher des Mühlenfrühstücks und alle anderen wieder freuen, eine Vielzahl an außergewöhnlichen Postkarten rund um Sonsbecks Kneipenkultur aus der Sammlung von Christiane und Thomas Grütters sehen zu können

Die älteste der mehr als 50 Karten, welche die Eheleute Grütters zum Thema „Die Sonsbecker Gaststätten“ beisteuert, wurde am 7.7.1899 von zwei Brüdern aus dem damals als Restaurant „Wellmann“ geführten Gasthaus verschickt, die sich auf der Reise von Kevelaer nach Xanten befanden, erklärte der ambitionierte Kartensammler Grütters und stimmt der Erklärung Kamps, dem Vorsitzenden des Vereins, gern zu, dass sich die früheren Treffen in den Kneipen in andere Bereiche verlagert haben.

Zu den gezeigten Kneipen gehören weiterhin auch Karten des „Hotel zur Börse“, das beispielsweise nach dem Ersten Weltkrieg als Kantine der belgischen Besatzer genutzt wurde. Christiane und Thomas Grütters haben Karten, die das Hotel aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, anschaulich in großen Rahmen zusammengebracht und auch Werbeanzeigen der Kneipen von 1911 eingefügt. So sind sie auch mit der Wirtschaft von Johann Scholten (spätere Plooheide) erfahren, die laut Werbung „nur fünf Minuten von Sonsbeck entfernt war“. Einen weiteren Bilderrahmen hat Grütters der Gaststätte von Matthias Boll auf der Herrenstraße, die seinerzeit als „Domhotel“ bekannt war, und der Gaststätte Pieper, die „das beste Haus am Platz“ war, gewidmet.

Mehr als drei Monate war Grütters mit den Vorbereitungen zu der Ausstellung beschäftigt. Ob es nicht nervig sei, dass ihr Mann das Sammeln von Karten als Hobby habe, sei Christiane mal angesprochen worden, erzählte sie mit Witz, worauf sie jedoch erwiderte, dass es ja auch Vorteile habe, wenn der Mann mit der Lupe lesend am Esstisch sitzt statt unterwegs zu sein.

 „Wo Papa in die Kneipe ging“, unter diesem Titel fasst Grütters  die diesjährige Ausstellung,  zu der er aus seinen 1000 Postkarten diejenigen zum Thema „Sonsbecker Kneipen“ ausgewählt hat, zusammen.
Auch Kneipen aus Labbeck und Hamb befinden sich in der Zusammenstellung, einige Postkarten von Sonsbecker Kneipen und Restaurants, die nach 1945 das Ortsbild prägten, sind ebenfalls kurz dargestellt. „Wir glauben, dass jeder Besucher Geschichten und Informationen mitnehmen kann, die er vorher noch nicht kannte. Und auch, wenn man Sonsbeck nicht aus dieser Zeit kennt, ist es mehr als spannend, sich anzusehen, welch schönen Häuser es hier gab“ ,freut Thomas Grütters sich auf viele nette Gespräche.

Die Ausstellung wird während des Mühlenfrühstücks des Heimat- und Verkehrsvereins am Donnerstag, dem 30. Mai, eröffnet. In der Zeit von 8:00 bis 12:00 Uhr kann die Ausstellung an diesem Tag besucht werden. Am Pfingstmontag, dem 10. Juni, am Deutschen Mühlentag, dem 16. Juni,  Tag des Sonsbecker Brunnenmarktes, und am Niederrheinischen Radwandertag, dem 7. Juli, bietet sich die Zeit von 11:00 bis 17:00 Uhr ebenfalls zum Besuch der Ausstellung an.

Termine 2019

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde unseres Vereins,

in seiner letzten Vorstandssitzung hat sich der Vorstand auf folgendes Jahresprogramm verständigt, das ich Ihnen/Euch zur Information mitteile:

 07.04.2019

Frühlingsmarkt Werbegemeinschaft –
Führung durch das historische Sonsbeck
 19.05.2019 Internationaler Museumstag –
Öffnung der neueingerichteten Mühle
 30.05.2019 Mühlenfrühstück des HVV, Ausstellung mit Postkarten von Sonsbecker Gaststätten und Restaurants
 10.06.2019 Deutscher Mühlentag – Öffnung der Mühle am Pfingsmontag
 07.07.2019 Niederrheinischer Radwandertag – Öffnung der Mühle
 Aug. 2019 Teilnahme am Ferienspaß der Gemeinde Sonsbeck
 08.09.2019 Tag des offenen Denkmals
 15.09.2019 Tag des Geotops – Führung auf dem GeoWanderweg
 29.09.2019 Herbstmarkt Werbegemeinschaft –
Führung durch das historische Sonsbeck
 03.11.2019 Friedhofsführung
 09.11.2019 Ökumenischer Gang des Gedenkens
 05/06.12.2019 Offener Adventskalender –
der Nikolaus kommt wieder in die Mühle

Zu den Veranstaltungen erfolgt entweder eine besondere Einladung oder ein Hinweis über die Presse. Treffpunkt für die Führungen ist jeweils der Info-Kasten auf dem Neutorplatz oder am Tag des Geotops am Römerturm, jeweils um 14:00 Uhr.

Wir würden uns freuen, wenn wir bei den Veranstaltungen viele unserer Mitglieder und/oder Freunde begrüßen dürften.

Mit freundlichen Grüßen

Heinz-Peter Kamps
Vorsitzender Verein für Denkmalpflege e.V.

 

Der Verein für Denkmalpflege e. V.

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Motto des Vereins: Ohne Beschäftigung mit der Vergangenheit kann es keine Zukunft geben (Zitat von Theodor Heuss)

 Vereinsgeschichte

Zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts überlegten Sonsbecker Bürger, wie man es bewerkstelligen könne, den Toten der Weltkriege ein Ehrenmal zu errichten, das von der gesamten Sonsbecker Bevölkerung getragen wurde. Außerdem diskutierte man über den Standort dieses Ehrenmals. Hierbei sollte keine Verherrlichung des Krieges erfolgen, sondern im Gegenteil an die Schrecken von Krieg und Gewalt durch die Betroffenheit der Sonsbecker Familien erinnert werden.

So trafen sich am 24. Januar 1983 im Lokal Bergmann einige Sonsbecker Bürger, um einen Verein zu gründen, der zunächst diesem Anliegen nachkam und sich danach weiteren Zielen aus der Heimatgeschichte widmen sollte. Die Anwesenden, die spontan der vorgelegten Satzung zustimmten und durch ihre Unterschrift Mitglied des neuen Vereins „Verein für Denkmalpflege e.V.“ wurden, unter ihnen die beiden ehemaligen Sonsbecker Gemeindedirektoren Bernhard Roßhoff und Herbert Veltkamp und der damalige Bürgermeister Theodor Verhoeven, wählten Heinrich Kerstgens zum Vorsitzenden, Schriftführer wurde Heinz-Peter Kamps, und zum Kassenwart wurde Franz Holbeck bestimmt. Weitere Gründungsmitglieder waren Margret Zaloudek und Georg Weber.

Ehrenmal_Sonsbeck

Ehrenmal Sonsbeck

Das erste Ziel, die Errichtung eines Ehrenmals, wurde mit der feierlichen Einsegnung am 13. November 1987 am Volkstrauertag erreicht. Man hatte es geschafft, die gesamten Kosten von ca. 50.000,- DM über Spenden der Bürger, Vereine, Bruderschaften und der örtlichen Bankinstitute aufzubringen. Dies war nur dadurch möglich geworden, weil die Sonsbecker Bevölkerung sehr intensiv Anteil nahm an dem Projekt und alle Familien ihre zivilen Toten und die Gefallenen im Krieg benannten und deren Namen, insgesamt 318 Tote, auch auf dem Denkmal erschienen.

Ehrenmal Sonsbeck

Ehrenmal Sonsbeck

„Weil der Hass größer war als die Liebe“ ist ein Teil des Sinnspruches, der auf dem Ehrenmal eingraviert wurde. Es besteht aus Basalt-Lava-Platten und hat eine Größe von acht mal vier Metern. Die Namen der getöteten Sonsbecker Bürgerinnen und Bürger sind in Stein gehauen. Das Werk wurde auf dem bestehenden Ehrenfriedhof mit den Gräbern von in der Nähe von Sonsbeck gefundenen toten Soldaten eingebunden. Man hatte in der Standortfrage und in der Gestaltung sich der fachkundigen Mithilfe von Herrn Dr. Bölke vom Verein für Friedhof und Denkmal aus Kassel beraten lassen. Die ausführende Firma war der ortsansässige Steinmetzbetrieb van Huet & Weber.

Gommansche_Muehle

Gommansche Mühle

Nachdem nun der erste Auftrag an die Bevölkerung abgeliefert war, fand man als nächste Aufgabe die zukünftige Nutzung der renovierten Gommanschen Mühle. So lautete eine Überschrift in den örtlichen Zeitungen „Bald eine Heimatstube in der Gommanschen Mühle?“. Auch hier war wieder Geldsammeln angesagt, denn für die arme Gemeinde Sonsbeck als Ausgleichstockgemeinde war für Ausgaben außerhalb ihrer Pflichtaufgaben kein Raum im kommunalen Haushalt. Und hier stand ein Betrag von 100.000,- DM für die innere Renovierung der Mühle im Raum. Zum Glück sagte der Heimat- und Verkehrsverein seine ideelle und finanzielle Unterstützung für die Realisierung dieses Projektes zu. So konnte nach vielen Vordiskussionen der Verein am 5. Juli 1990 einen Antrag auf Gewährung von Landesmitteln aus der Städtebauförderung des Landes stellen.

Die Eröffnung der Heimatstube als „kulturhistorische Begegnungsstätte“ fand dann am 24. Mai 1992 statt. Hier fanden nun Prunkteller ihre Heimat, die die Kulturstiftung der Sparkasse Moers dem Verein als Dauerleihgaben zur Verfügung stellten, nachdem sie von dem Töpfer Kippes aus Vernum nach den Originalen, die im Original in Museen ausgestellt sind, nachgebildet worden waren. Des Weiteren werden seitdem im Obergeschoss der Mühle verschiedene Irdenwaren ausgestellt, die der Verein im Laufe der Jahre zusammengetragen hatte und die an die Vergangenheit Sonsbecks als bedeutenden Töpferort am Niederrhein erinnern. Die Gesamtkosten von insgesamt 100.000,- DM waren zur Hälfte vom Land NRW und zur anderen Hälfte vom Verein zusammengetragen worden, auch hier wieder dank der Unterstützung aus der Sonsbecker Bevölkerung.

Seitdem ist der Verein für Denkmalpflege e.V. faktischer Mieter der Mühle und versucht immer wieder mehr oder weniger erfolgreich durch eigene Aktionen und Veranstaltungen aber auch durch Bereitstellen für andere Vereine und Gruppierungen die Mühle in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen.

Internationaler Museumstag 2019

Internationaler Museumstag 2019

Internationaler Museumstag

Auch die Gommansche Mühle in Sonsbeck öffnet am Internationalen Museumstag 19. Mai 2019 in der Zeit von 11:00-17:00 Uhr.  In der Mühle stellt der Verein für Denkmalpflege Sonsbeck e.V. eine Sammlung niederrheinischer Keramik aus, die Bezug nimmt auf 500 Jahre Töpfergeschichte in Sonsbeck. Nachgewiesen ist, dass seit mindestens 1514 in Sonsbeck das Töpferhandwerk betrieben wird, da sich in den Bauunterlagen der Nikolaikirche in Kalkar ein Hinweis auf die Lieferung der Fliesen aus Sonsbeck befindet. Seit dem letzten Jahr können nun auch restaurierte Sonsbecker Keramikerzeugnisse von historischen Sonsbecker Pottbäckern gezeigt werden. Bisher konnten nur durch einen heutigen Töpfer nachgetöpferte Prunkschüsseln ausgestellt werden und vielfach in Sonsbecker Gärten gefundene Scherben. Außerdem wurden die Infotafeln in der Mühle erneuert und auf den laufenden Stand gebracht. Es lohnt sich also, mal wieder in die Mühle zu kommen, die von vielen als unbekannter Geheimtipp in der Museumslandschaft des Niederrheins bezeichnet wird.

Für die Richtigkeit: Heinz-Peter Kamps, Vorsitzender Verein für Denkmalpflege e.V. Sonsbeck